Leider haben wir eine sehr schwere erste Woche mit unseren Welpen hinter uns. Wir und Mama Enya betrauern sehr den Verlust von Tamina, Theo und Tuvok.

Es gibt keine eindeutige Diagnose, warum die Drei gestorben sind. Viele Faktoren haben wahrscheinlich zusammengespielt:

Die Welpen mussten infolge nicht einsetzender Wehen per Kaiserschnitt geholt werden.

Laut der Auskunft unserer Tierklinik mussten nach dem Kaiserschnitt drei Welpen wiederbelebt werden. Vielleicht waren es ja genau die Drei, die es dann doch nicht geschafft haben.

Nach dem Kaiserschnitt war es notwendig, bei Enya eine Total-OP vornehmen zu lassen, bei der es dann auch noch zu großen Komplikationen durch sehr starke Blutungen kam.

Durch dieses stundenlange Ringen um das Leben der Mutterhündin mussten die Welpen sehr viele Stunden ohne ihre Mama und vor allem ohne die so wichtige Erstmilch auskommen.

Auch die Geburtsgewichte der Welpen waren sehr gering, obwohl die Welpen anfangs sehr agil und lebhaft waren.

Bestimmt trugen all diese Faktoren dazu bei, dass das Immunsystem von Tamina, Theo und Tuvok nicht richtig funktionierte und das führte dann zu dem schlimmen Ergebnis, dass die Drei keine Chance hatten.

In der Tierklinik wurde alles mit umfangreichen Behandlungen versucht. Wir wollten alles tun, die drei Leben zu retten, u.a. stündliches Füttern mit der Pipette, aber wir haben verloren.

 

Wir fühlen uns immer noch wie im Schock und sind sehr niedergeschlagen.

Gott sei Dank geht es aber Thora, Teddy und Tassilo richtig gut. Sie haben ihre Geburtsgewichte nach einer Woche schon deutlich verdoppelt und sind richtig kräftig und lebhaft.

Da Enya aber sehr wenig Milch hat, müssen auch diese Welpen rund um die Uhr alle drei Stunden mit dem Fläschchen gefüttert werden.

Diesen Job mache ich sehr gerne. Es ist so unglaublich süß, wenn die kleinen Leo-Babys ihr Fläschchen leer glucksen und dabei sehr gut gedeihen.

Außerdem wissen wir aus Erfahrung, dass gerade diese Flaschenkinder besonders intensiv auf den Menschen geprägt sind sowie wir auf die Welpen.

 

Wir hoffen jetzt sehr, dass wir das große Tief geschafft haben und dass es ab jetzt nur noch bergauf geht.

Thora, Teddy und Tassilo sehen, soweit man das jetzt schon beurteilen kann, ausgesprochen toll aus. Sie haben eine sehr hoch angesetzte schwarze Maske und ganz deutlich zu sehen ist das satte rote Fell.

Die beiden Rüden erscheinen insgesamt etwas dunkler als Thora.

Thora ist zurzeit die mit Abstand Kräftigste und Größte der Welpen.

Und obwohl Thora am meisten wiegt läuft sie schon kreuz und quer durch die Wurfkiste und weckt ihre verschlafenen Brüder.

 

Seit heute (23.06.2012) sind bei allen Welpen schon die Äuglein auf.

Obwohl Enya fast keine Milch mehr für ihre Babys hat, legt sie sehr viel Wert darauf, viel bei den Kleinen zu liegen. Sie werden dann ausgiebigst bemuttert, d.h. intensiv geputzt und beschmust. Die Welpen saugen die wenigen Tropfen Milch und krabbeln dann ganz zufrieden in Enyas Fell zum ausgiebigen Schläfchen.

Es ist, obwohl wir es schon so oft gesehen haben, immer wieder ein tolles, friedliches Bild.

Genau das gibt uns die Kraft, mit Rückschlägen und Erlebnissen, wie wir es in der ersten Woche nach der Geburt unseres T-Wurfes erleben mussten, fertig zu werden und weiter zu machen.